Es ist der 2. September 2020 gegen 13:00 Uhr, wir stehen vor dem Holocaust Denkmal in Berlin und es schüttet plötzlich wie aus Kübeln. Direkt neben uns befindet sich die Amerikanische Botschaft mit seiner langgestreckten Fassade und einem Vordach. Links ist ein kleiner Ein- oder Ausgang, der von zwei deutschen Polizisten bewacht wird. Wir nähern uns dem Gebäude und werden sofort angepöbelt: “Hier dürfen sie sich nicht aufhalten!”, sagt der größere der beiden Männer, der andere schweigt. “Wir sind friedliche Touristen und möchten uns nur etwas unterstellen”, antworte ich.Das besänftigt den Polizisten nicht. “Ich bin Amerikanerin” sage ich und er antwortet “Das glaube ich Ihnen nicht.” – “Wie soll ich das verstehen, sie sind ein deutscher Polizist, der einer Amerikanerin den Zugang zur amerikanischen Botschaft verwehrt?“ – Da besinnt er sich und meint: “wenn Sie in die amerikanische Botschaft wollen dann brauchen sie einen Termin!”
Diese Angelegenheit ist aeusserst beängstigend, denn wenn ich meinen Pass und mein Handy verloren hätte, dann hätte mich dieser deutsche Polizist wirklich nicht in die Botschaft gelassen. Das ist ein Verstoss gegen internationales Recht!